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 Welche Erkrankungen beim Hund können beimpft werden?

 

 

Hunde können, wie Menschen auch, viele verschiedene Krankheiten bekommen.
Schweren Viruserkrankungen oder auch bakteriellen Infektionen hofft man durch vorsorgliche Impfungen begegnen zu können. Die homöopathische Sichtweise schließt ein "Prophylaxe-Denken" aus, denn an einer bestimmten Erkrankung kann nur erkranken, der die Disposition dafür mitbringt. Diese Veranlagung kann sich aber erst im Krankheitsfall zeigen, nicht vorher. Eine Impfung ist nicht in der Lage, diese Disposition zu verändern, sondern sorgt für weitere Belastungen des Organismus, die Krankheits-
disposition sinkt tiefer in den Körper und äussert sich später eventuell als chronische Krankheit.

Folgende, zum Teil schwere Erkrankungen des Hundes können beimpft werden:

Staupe, Parvovirose, Hepatits contagiosa canis, Leptospirose, Tollwut, Zwingerhusten

 

Staupe: Die Krankheit wird durch das canine Staupevirus ausgelöst.
Es ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen oder dem Rinderpestvirus. Außerhalb des lebenden Organismus bleibt der Erreger nur wenige Tage infektiös. Während er gegenüber Trocknung und Kälte recht resistent ist, wird er von allen gängigen Desinfektionsmitteln sehr schnell inaktiviert.

Von der Erkrankung sind vor allem junge Hunde im Alterszeitraum von ca. 12 Wochen bis 6 Monaten betroffen.

Mehrere Formen werden unterschieden wobei alle Formen mit rasch auftretendem hohen Fieber, Appetitlosigkeit und Apathie begleitet werden.

Bei der respiratorischen Form (Atemwege) können Schnupfensymptome, Bronchitis, Lungenentzündung, Husten und Atemnot auftreten.

Bei der gastrointestinalen (=Magen-Darm-) Form stehen Erbrechen, Durchfall Austrocknung und rasche Abmagerung im Vordergrund.

Bei der Hartballenform kommt es zu Verhornungen des Nasenspiegels und der Zehenballen. Sie tritt oft zusammen mit nervösen Störungen auf.

Ist das Nervensystem betroffen, endet die Krankheit zumeist tödlich. Veränderungen im Bereich der Augen (Sehnervschädigung, Veränderung der Retina), des Rückenmarks und allgemein Gehirnerkrankungen (Ausfall von Hirnnerven, Epilepsie-ähnliche Anfälle, Depression, Blindheit, Muskelzittern) können auftreten.

Erkrankte Hunde scheiden das Virus mit allen Sekreten (Auge, Nase, Pustelinhalt) und über Urin oder Speichel aus. Die Übertragung  erfolgt durch direkten Kontakt, Tröpfcheninfektion oder auch indirekt über Futterschüsseln etc.

 
Foto: Jeanette Hutfluss

Parvovirose: Ist eine hochkontagiöse und akut verlaufende Infektionskrankheit. Am empfänglichsten für die Erkrankung sind Welpen im Alter von 2-16 Wochen und alte Hunde.

Erstmals beschrieben wurde der Erreger 1968 als Minute Virus of Canines (CPV-1), welches lediglich klinisch inapparente Infektionen verursacht. Hochgradig pathogen wirkt sich hingegen der Virustyp 2 (CPV-2) aus, welcher erstmals 1977 beschrieben wurde. Der Erreger ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr unempfindlich. Bei Raumtemperatur bleibt er über ein Jahr infektiös, die meisten handelsüblichen Desinfektionsmittel vermögen ihn nicht zu inaktivieren. 

Nach einer Inkubationszeit von 2-5 Tagen bekommen die Tiere schwere Durchfälle, die sehr häufig blutig sind. Das Virus zerstört große Teile der Darmschleimhaut, weshalb sich die erkrankten Tiere auch nur langsam erholen. Hohes Fieber, aber auch Untertemperatur ist möglich. Mattigkeit, Fressunlust, Austrocknung und Kreislaufprobleme sind die Folge. Bei den Welpen kann es zur Herzmuskelentzündung und zu plötzlichen Todesfällen kommen, bevor noch Durchfall eingesetzt hat. Das Virus zerstört auch einen großen Teil der weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr verantwortlich sind. Aus diesem Grund ist der Körper für alle anderen zusätzlichen Infektionen sehr empfänglich.

 
Foto: Jeanette Hutfluss

Hepatitis contagiosa canis (H.c.c.): Die ansteckende Leberentzündung wird durch das canine Adenovirus 1 (CAV-1) hervorgerufen. Der Erreger dringt  über die Schleimhäute der Maulhöhle und des Nasenrachenraums ein. Das Virus wird über Speichel, Urin oder Kot ausgeschieden.

Viele Hunde erkranken ohne Krankheitserscheinungen zu zeigen. Diese infizierten aber nicht erkrankten Hunde können Dauerausscheider sein. Die klinisch manifeste, d.h. mit Krankheitserscheinungen einhergehende Erkrankung ist äußerst selten geworden und tritt überwiegend bei Junghunden zusammen mit Staupe auf.

Die Symptome der Erkrankung sind denen anderer Infektionserkrankungen sehr ähnlich. Neben Fieber kommt es zu Lymphknotenschwellung, Mandelentzündung, Wasseransammlungen unter der Haut von Kopf, Hals und Unterbrust, Haut- und Schleimhautblutungen, Leber- und Milzvergrößerung, Bauchschmerzen, Bronchitis, Lungenentzündung, Störungen des Nervensystems, Abort. Durch Krankheitsprodukte kann es zur Hornhauttrübung kommen.

 

Leptospirose ( Stuttgarter Hundeseuche, Weilsche Krankheit) 

Die Leptospirose wird durch Leptospiren hervorgerufen. Leptospiren sind Bakterien, die sich besonders in feuchtem Boden oder stehenden Gewässern lange halten. Bei der Leptospirose handelt sich um eine Zoonose, d.h. eine Erkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist und damit meldepflichtig ist.  

Die
Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit Harn und Blut infizierter Tiere durch direkten Kontakt oder Beschnuppern, Belecken, Benagen von Gegenständen. 

Man unterscheidet ca. 200 verschiedene Leptospiren-Arten, die unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen. Impfstoffe gibt es derzeit nur gegen vier Arten, die jedoch in Deutschland nicht am häufigsten vorkommen.

Die bekanntesten Krankheitsbilder sind die Stuttgarter Hundeseuche (befällt vorrangig die Nieren) und die Weilsche Krankheit (befällt vor allem die Leber).

Hunde können nach überstandener Infektion den Erreger bis zu 4 Jahren ausscheiden.

Behandlung: Antibiotika und ausreichend Flüssigkeit. 

 

Tollwut: Ist eine seit Jahrtausenden bekannte Virusinfektion, die bei Tieren und Menschen eine akute lebensbedrohliche Enzephalitis (Gehirnentzündung) verursacht. Synonyme sind die Begriffe Lyssa, Rabies und Rage. Früher benutzte man auch das Synonym Hydrophobie (Wasserfurcht). Hauptüberträger des Virus ist der Fuchs. Hunde sind für dieses Virus nicht so empfänglich wie für das Hundetollwut-Virus, welches in Deutschland nicht mehr existiert.

Das Virus ist im Speichel eines tollwütigen Tieres vorhanden und der Infektionsweg führt fast immer über einen Biss. Möglich sind auch Infektionen über kleine Verletzungen der Haut oder Schleimhäute.

 

Parainfluenza (Zwingerhusten): Als Zwingerhusten (auch: infektiöse Tracheobronchitis) wird eine Erkrankung der oberen Atemwege von Hunden beschrieben, deren Symptomatik durch verschiedene Erreger ausgelöst werden kann. Am häufigsten beobachtet wird hierbei das canine Parainfluenzavirus (CPIV) und das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Außerdem sind das canine Adenovirus Typ 2 (CAV-2), welches auch bei der Entstehung der ansteckenden Leberentzündung (H.c.c.) des Hundes beteiligt ist, sowie ferner das canine Herpesvirus (CHV) und das canine Reovirus mögliche Erreger der Erkrankung.

Die Infektionen können einzeln oder gleichzeitig ablaufen. Allen gemeinsam sind (unterschiedlich stark ausgeprägte) Anzeichen einer Infektion der oberen Luftwege, der Luftröhre und der Bronchien. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion auf dem Luftweg. Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch der Erkrankung kann 2 bis 30 Tage betragen.

 

 

 

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aktualisiert: 04.11.2012