Futterpläne
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Vorbemerkungen:

Die Futtermenge müssen Sie selbst schätzen.
Die aufgeführten Pläne sind Muster-Pläne, sie dienen als Anhaltspunkt für Ihre eigene Kreativität.Wenn Sie einmal keine Zeit haben, das Futter so aufwändig zusammenzustellen, geben Sie eben einfach nur rohes Fleisch oder nur Knochen.

Wenn Sie nicht täglich frisches Gemüse oder Obst pürieren wollen, können Sie auch portionieren und einfrieren. Oder sie machen einmal die Woche einen Obst-Gemüse-Tag, der ist dann fleischlos und der Hund bekommt an diesem Tag nur Gemüse und/oder Obst mit Öl und evtl. mit Joghurt, Quark oder Hüttenkäse.Wenn Ihr Hund es verträgt bzw. akzeptiert, legen Sie einen Fasttag ein, an dem es nur Wasser gibt.
Da für mich Getreide nichts im Hundefutter zu suchen hat, gibt es hier nur ein Beispiel für getreidefreie Fütterung.

Rohfütterung darf nicht bedeuten, dass Sie täglich eine Stunde nur mit Futterzubereitung beschäftigt sind!

 Die Mengen:
 

 

Bei einem erwachsenen, normal aktiven Hund, der täglich etwa 2-3 Stunden Auslauf hat und evtl. noch 1-2 mal die Woche Training (bspw. Agility oder andere bewegungsintensive Sportarten) rechnen Sie

2-4 % vom Körpergewicht

Davon wiederum sollten etwa 20% pflanzlicher Herkunft sein, der Rest (also 80%) verteilt sich auf tierische Bestandteile.

Die pflanzliche Herkunft wiederum verteilt sich auf 75% Gemüse und 25 % Obst
Die tierische Komponente verteilt sich auf 50% Muskelfleisch, 20% Pansen, 15% fleischige Knochen (RFK) und 15% Innereien.
Das Muskelfleisch sollte gut durchwachsen sein, da der Hund seine Energie hauptsächlich aus Fett bezieht. Ist das Fleisch zu mager, muss Fett separat zugeführt werden. Eine Ration sollte einen Fettgehalt von 15-25% haben.

Ältere Hunde sollten nicht mehr so viel Knochen bekommen, da sie schwer verdaulich sind. Ergänzen Sie evtl. mit einem Calzium-Präparat oder mit gemahlenen Eierschalen oder Knochenmehl. Erhöhen Sie den Gemüse-/Obstanteil auf etwa 30%.

Ausgewachsene Hunde bekommen maximal zweimal täglich Futter. Ich füttere nur am Abend, dann aber auf mehrere Portionen verteilt im Zeitraum von etwa 4 Stunden.

Heranwachsende Hunde (Junghunde bis zum Alter von etwa 2 Jahren) brauchen deutlich mehr Futter! Gehen Sie etwa von 6-10 % des Körpergewichtes aus. Aber auch bei einem Junghund sollten die Rippen spürbar sein! Welpen und Junghunde brauchen viel Fleisch und weiche Knochen. Reduzieren Sie den Gemüse-/Obstanteil auf 10% oder weniger.
Spätestens beim heranwachsenden Hund müsste klar werden, dass es wenig sinnvoll ist, die Rationen über einen längeren Zeitraum hinweg komplett vorzuportionieren!

Grundsätzlich gibt es kein Spezial-Futter für junge Hunde, Rücksicht muss jedoch auf das Welpengebiss bei Knochenfütterung genommen werden und auf ausreichende Kalziumzufuhr.

Mischen Sie nicht zuviel auf einmal in eine Portion, sondern bieten Sie lieber viele Einzel-Komponenten an. Junge Hunde sind meiner Meinung nach sehr instinktsicher in der Auswahl ihrer Nahrung. Die Futtermenge sollten Sie hier auf vier bis sechs Portionen über den Tag verteilen.

Sinnvolle Zusätze für gesunde Hunde:
Da das meiste Fleisch von Schlachttieren stammt, die nicht unbedingt artgerecht gehalten wurden, sind Seealgen, Omega-3-Fettsäuren und einmal die Woche ein Eigelb sowie eine Prise Salz empfehlenswert.

Auch hier ist es inzwischen so, dass es unendlich viel Möglichkeiten der Supplementierungen gibt. Wie immer gilt: Weniger ist mehr!

Fangen Sie mit diesen Rechengrößen an und beobachten Sie Ihren Hund. Zu Beginn der Umstellung werden Sie evtl. das Gefühl haben, Ihr Hund wird nicht satt. Ich führe dies hauptsächlich auf den Reiz des Neuen zurück. Es schmeckt einfach besser als die seitherige Fertignahrung.

Es gibt auch Jahreszeiten, bei denen Ihr Hund mehr Futter verlangt, zu anderen Zeiten braucht er dafür weniger. Mit der Zeit werden Sie das richtige Maß finden und nichts mehr abwiegen.

Wiegen Sie wenn möglich Ihren Hund ab und zu um Kontrolle über sein Gewicht zu haben. Roh gefütterte Hunde verändern sich im Körperbau, sie können muskulöser und kompakter aussehen, obwohl sie kein Gramm zugenommen haben. Ich „wiege“ meine Hunde eher durch den Rippentest.

Besonders zu Beginn der Rohfütterung sollten Sie immer den Kot Ihres Hundes prüfen. Sehr heller bis weißlicher, trockener, bröseliger Kot ist so genannter „Knochenkot“. Ihr Hund kann evtl. (noch) nicht Knochen richtig verdauen oder Sie geben zuviel. Ersetzen Sie Knochen gegebenenfalls teilweise durch ein gutes Kalzium-Präparat (barfshop).

  • Fleisch und Milchprodukte nicht mischen, es kann Blähungen und Durchfall verursachen.
  • Gemüse und Fleisch oder Gemüse und Innereien gut vermischen, damit das Gemüse nicht aussortiert werden kann.
  • Knochen immer in einer separaten Mahlzeit geben.

  

 Kalzium - wichtig aber nicht übertrieben wichtig

Immer wieder wird gerade bei der Aufzucht von Welpen und Junghunden auf ausreichende Kalziumversorgung hingewiesen.

Derzeit geht man von einem Kalzium-Bedarf von etwa 50 mg pro kg Körpergewicht aus.

Hühnerhälse haben im Schnitt 1580 mg Kalzium pro 100 g,
Hähnchenkarkassen 950 mg pro 100 g
Kalbsbrustbein etwa 13800 mg pro 100 g

Welpen und heranwachsenden Hunden würde ich entsprechend des Gesamt-Bedarfs an Futter mehr anbieten, erfahrungsgemäß hören sie irgendwann auf, soviel Knochen zu nagen.

 

Beispiel-Futterpläne
 

 

 Welpen

Fangen Sie so spät wie möglich mit der Entwöhnung von der Muttermilch an:
Füttern Sie hochverdauliche Lebensmittel
Füttern Sie "einseitig" also wenig neue Lebensmittel in einer Mahlzeit
Bieten Sie verschiedene Fleischsorten an aber nicht im wilden Wechsel! sondern immer ein paar Tage das gleiche Fleisch.
Alles Fleisch fein gewolft geben

Sollte es bei der Umstellung zu weichem/breiigem Kot oder Durchfall kommen, kann dieser Brei helfen:

Frische, unbehandelte Ziegenmilch, angedickt mit Eibischwurzel oder "Roots" (barfshop), ein paar Tropfen gutes Fisch- oder Hanföl und etwas Honig. 

 


Pinscher-Welpen, ca. 4 Wochen alt
Rindfleisch gewolft,
Hühnerhals zum knabbern

Ab der 5. Lebenswoche zum gewolften Fleisch wenig (!) püriertes "mildes" Gemüse/Obst untermischen. Dazu bieten sich Möhren, Fenchel, Äpfel und Bananen an.
Hühnerhälse kann man nun bereits am Stück geben.
Vorsicht mit Innereien (Leber, Pansen), kann Durchfall geben.

Ab der 7. Lebenswoche: Fleisch am Stück oder am Knochen, Rippenknochen zum Nagen, Gemüse oder Obst nach Geschmack.

Anmerkung: Zwei Wochen vor der Impfung empfiehlt es sich "Chlorella-Alge" unter das Futter zu mischen, kann bei der Entgiftung helfen.


 Junghunde

(Heranwachsende bis zwei Jahre) sollten täglich Kalzium in Form von Knochen oder Hühnerhälsen bekommen. Wenn Knochen nicht akzeptiert werden, oder Ihnen bei Knochenfütterung nicht wohl ist, geben Sie noch ein- bis zweimal die Woche ein Kalziumpräparat. Im Wochenplan sollte enthalten sein:

  • Einmal Leber (etwa 50g), einmal Herz
  • einmal grünen Pansen oder Blättermagen
  • zwei Eier
  • zweimal Öl
  • ein Tag Joghurt oder Quark oder Hüttenkäse mit Honig
  • täglich ein Tropfen Vitamin K1 und etwas Hagebuttenmehl (Vit. C)
  • ein- bis zweimal Knoblauch, Kräutermischung und Algen

 

 Erwachsene

Der ausgewachsene Hund braucht kein Kalziumpräparat, wenn er täglich Knochen oder Hühnerhälse bekommt. Im Wochenplan sollte enthalten sein:

  • Einmal Leber (etwa 100 g), einmal Herz
  • einmal grüner Pansen oder Blättermagen
  • ein bis zwei Eier
  • zwei bis dreimal Öl
  • Joghurt, Quark oder Hüttenkäse je nach Geschmack, mit Obst oder Honig und Vitaminen
  • Nusskerne (gemahlen), Algen, Kräuter, Knoblauch ab und zu

 

Senioren

Ältere Hunde nagen manchmal nicht mehr gerne Knochen, auch kann zu fettes Fleisch zu schwer im Magen liegen. Bieten Sie deshalb Hühnerhälse und Geflügelfleisch oder helles Fleisch an.

Im Wochenplan sollte enthalten sein:

  • Einmal Leber (etwa 100 g), einmal Herz
  • einmal grüner Pansen oder Blättermagen, eventuell entfettet
  • ein bis zwei Eier
  • zweimal Öl
  • zweimal Joghurt, Quark oder Hüttenkäse je nach Geschmack, mit Obst oder Honig und Vitaminen
  • Nusskerne (gemahlen), Algen, Kräuter, Knoblauch ab und zu
  • Hühnerhälse


Alt (11,5 Jahre), links und Jung (4,5 Jahre), rechts beim Aufschlecken der letzten Pansenreste

 

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                                      und Hund.

 

 

 

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aktualisiert: 05.11.2016