Ausbildungsmethoden
Home 
Emily 
Oro 
Arieh 
Rasse 
Gesundheit 
Impfungen 
Homöopathie 
Ernährung 
Ausbildung 
Mantrailing 
Gespräche 
Fotoalbum 
Linkliste 
Impressum 

 

zurück zu Ausbildung

 

 Verschiedene Ausbildungsmethoden

 

 

Im Lauf des Zusammenlebens mit Hunden haben sich verschiedene Ausbildungsmethoden herausgebildet. In der Praxis werden die Methoden oftmals untereinander vermischt, ich hebe hier die meiner Meinung nach jeweils wesentlichen Unterscheidungsmerkmale vor, die Bezeichnungen der Methoden stammen zum Teil von mir, zum Teil aus Büchern:

  • Traditionell hart:
    Dies ist die Ausbildung alter Schule.
    Der Hund wird unter Verwendung von aktivem Zwang, auch Starkzwang, meist in Form von Leinenruck oder Leinenzug am Würgehalsband in die gewünschte Position gebracht.
    Oft werden Hilfsmittel wie Stachelhalsband, Wurfkette, Reizstromgerät oder anderes benutzt.
    Falls gestreichelt oder gelobt wird, erfolgt dies meist nur zwischen den einzelnen Übungen, so dass es nur wenig positiv verstärkenden Effekt auf die Übung selbst hat.
    Die Verwendung von Futter oder Spielzeug ist verpönt, da es als Bestechung angesehen wird.
    Die Ausbildung des Hundes wird oft erst im Alter von etwa 10-12 Monaten begonnen.
    Körperliche Unterwerfung des Hundes wird als unverzichtbar angesehen.
    Diese Ausbildungsform erfordert viel Kraft und körperliches Geschick, da sie oft genug eine Art Machtkampf zwischen Hund und Halter darstellt.
    Der geringe Vorteil dieser Methode besteht darin, dass bei richtig angewandter Strafe das Fehlverhalten des Hundes rasch behoben werden kann.
    Kommandos werden von Anfang an mit deutlicher, lauter Stimme gegeben.
    Freudige Mitarbeit des Hundes wird nicht angestrebt.

     
  • Konventionelle Ausbildung über Korrektur, Lob und Strafe:
    Diese Methode ähnelt der traditionell harten, hier wird allerdings aus ethischen Gründen auf Reizstromgerät und Stachelhalsband verzichtet.
    Zwang wird zwar viel aber hauptsächlich in schwacher Form verwendet.
    Gelobt wird hauptsächlich über Streicheln und verbale Äusserungen, selten wird mit Futter belohnt, Spiel erfolgt nur zwischen den einzelnen Übungen und soll den Hund auflockern und die Gesamt-Motivation heben.
    Freudige Mitarbeit des Hundes wird auch hier nicht erwartet. Er muss einfach folgen. Kommandos werden sofort gegeben.
    Der geringe Vorteil der traditionell harten Methode entfällt, es erfordert viel Fleiss, einen Hund so – ohne Spitzen auszubilden.

     
  • Gemischtwarenladen:
    Hier werden Zwang und Lob gemeinsam verwendet.
    Reizstromgerät oder Stachelhalsband können durchaus zur „Absicherung“ des Gelernten zum Einsatz kommen.
    Um den Hund nach deren Anwendung wieder aufzubauen, wird mit hoher Motivation, meist mit Beutespielen, gearbeitet.
     Wer so arbeitet, muss sich darauf verstehen, negative Folgen von Druck und Zwang mit Belohnung und Aufmunterung wieder aufzuwiegen.
    Es wird schon eher Wert auf einen freudig mitarbeitenden Hund gelegt.
    Kommandos werden sofort zu den Übungen gegeben.
    Das extreme Hin und Her zwischen Lob und Strafe ist eine starke Belastung für den Hund, der dadurch mehr oder weniger gestresst wirkt und nicht selten übermässig aufdreht.
    Diese gezeigte Hektik wird oft mit besonderer Freudigkeit verwechselt und geradezu angestrebt.
    Vom Trainer ist exzellentes Timing und eine gute Einschätzung der Verfassung des Hundes gefordert. Am ehesten ist diese Ausbildungsform für robuste und leicht erregbare Hunde mit starkem Beutetrieb geeignet.

  • Ausbildung über Spielzeug oder/und Futterbelohnung:
    Der Grundgedanke hier ist, dass der Hund die Kommandos freiwillig ausführen wird, um an die Belohnung zu kommen.
    Der Hund wird mit Spielzeug oder Leckerli mit dem zugehörigen Kommando in die gewünschte Position gelockt, Spieleinheiten zwischen den einzelnen Übungen halten die Bereitschaft zur Mitarbeit hoch.
    Ist der Hund abgelenkt, führt dies zu erhöhter Spielanimation des Trainers.
    Führt der Hund ein Kommando falsch aus, wiederholt der Trainer die Übung ggf. mit vermehrter Hilfestellung.
    Auch hier ist der Hund einem hohen Stresslevel ausgesetzt, da er stets das Motivationsobjekt Futter oder Spielzeug vor Augen hat.
    Es dauert relativ lange, bis der Hund das gesprochene Kommando mit seiner Aktivität verknüpft hat.
    Oftmals müssen viele Hilfen mühsam abgebaut werden.

  • Clickertraining:
    ist eine hoch entwickelte Ausbildungsmethode, die optimalen Gebrauch von der operanten Konditionierung macht.
    Hier wird vollständig auf Strafe und aktiven Zwang verzichtet.
    Der Hund soll aktiv mitarbeiten und den Lösungsweg selbstständig erarbeiten.
    Auf freudiges und selbständiges Arbeiten des Hundes wird großer Wert gelegt.
    Der Trainer ist hier nicht der große Animateur und Zirkusclown, sondern verhält sich eher still und passiv.
    Er kann bereits von Anfang an die Haltung einnehmen, die er bei der Ausführung einer bereits gelernten Übung präsentieren will.
    Sowohl Futter als auch Spielzeug sind für den Hund nicht sichtbar und treten erst nach dem Click in Erscheinung.
    Dadurch wird ein stressfreies Lernen ermöglicht, die Ablenkung durch Motivationsmittel ist nicht gegeben.
    Der zeitliche Aufwand und die geistige Auseinandersetzung des Trainers mit den einzelnen Übungseinheiten und deren Aufbau sind sicher höher als bei anderen Trainingsmethoden.
    Andererseits ist aber bei konsequenter Anwendung des Clickertrainings mit einem insgesamt rascheren und freudigeren Lerntempo zu rechnen.
    Das Kommando wird erst eingeführt, wenn der Hund die Übung bereits sicher beherrscht.

 

 

  

 

  zurück zu Ausbildung

 


Copyright(c) 2005-2008 Andrea Kraft
Mail an Emily
aktualisiert: 04.11.2012