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                                Augenerkrankungen beim Deutschen Pinscher

 
Foto: Dominic Schloßhauer Juni 2010

 

 

   Was ist Katarakt?

"Unter Katarakt versteht man jede unphysiologische Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von der Ursache (erblich oder nicht erblich), dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse), oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben).
Jede Katarakt, ob ein- oder beidseitig, wird als erblich (HC=Hereditäre Cataract) bedingt angesehen, sofern sich nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Ursache (Verletzungen, Stoffwechselstörungen z.B. Diabetes mellitus, Entzündungen, etc.) ergeben."

Quelle: Dortmunder Kreis -DOK- Gesellschaft für Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen bei Tieren e.V.

Ein Hund mit Katarakt ist nicht "einfach nur blind":

Hunde, denen bei der Augenuntersuchung erbliche Katarakt bescheinigt wurde, müssen nicht blind sein. Dies ist verwirrend, denn ein augenscheinlich (phänotypisch) gesunder Hund soll Krankheit vererben?

Tatsächlich ist es aber genau so: Ein Hund mit Katarakt ist sogenannter Merkmalsträger und vererbt die Krankheit. Er kann, muß aber nicht, erblinden.

Schreitet die Katarakt weiter voran, kann sie durchaus zu Erblindung führen. Begleiterkrankungen wie Glaukom können auftreten und schmerzhafte und kostenintensive Behandlungen nach sich ziehen.

 

Erbliche juvenile Katarakt beim Deutschen Pinscher:

In einer Studie über einen Zeitraum von etwa 7 Jahren (1998 bis 2005) wurden etwas mehr als 100 Deutsche Pinscher auf erbliche Augenerkrankungen untersucht.

Aus dieser Studie ist herauszulesen, dass der Deutsche Pinscher möglicherweise gefährdet ist, an erblicher Katarakt zu erkranken.

Frei nach dem Motto "Wehret den Anfängen" untersuchten bereits viele Züchter von Deutschen Pinschern seit Jahren ihre Zuchthunde vor dem Decktag jährlich auf erbliche Augenerkrankungen.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Zuchtordnung ab 01.01.2011 gilt für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren für den Deutschen Pinscher eine Pflicht zur Augenuntersuchung bei einem DOK-Tierarzt.

Aufgrund der so erhältlichen Daten lässt sich dann erkennen, ob und wie weit der Deutsche Pinscher von erblichen Augenerkrankungen betroffen ist.
 

   Warum jährliche Untersuchungen?

Solange es keinen Gentest für HC gibt, lässt sich die Anlage zu der Krankheit nicht ermitteln. Schwierig ist auch die Tatsache, dass (anders als bspw. bei Dilute) Merkmalsträger nicht von Geburt an phänotypisch erkrankt sein müssen. Erbliche Katarakt kann in jedem Lebensalter erstmals erkennbar auftreten. Für die "juvenile" Katarakt geht man von einem Alter bis zu 8 Jahren aus. Aus diesem Grund sind regelmäßige (jährliche) Augenuntersuchungen wichtig.

Ein Hund (männlich oder weiblich), der bspw. im Alter von 4 Jahren als Merkmalsträger für Katarakt durch Augenuntersuchung identifiziert wurde, hat möglicherweise bereits Nachkommen. Unter Umständen stehen diese Nachkommen bereits ebenfalls in der Zucht.

Unabhängig vom Erbgang lassen sich ohne Gentest Anlageträger erst durch die Nachzucht ermitteln. Fällt in der Nachzucht-Untersuchung also ein Hund als Merkmalsträger auf, muss momentan davon ausgegangen werden, dass die Elterntiere Anlageträger für Katarakt sind.

  

 

  

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aktualisiert: 02.01.2011